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1. ChemieChemische Zusammensetzung: Fe2O3 Härte, Mohshärte: 6 - 6,5 Dichte:
5,2 - 6,3
Transparenz: keine Spaltbarkeit: nicht vorhanden Mineralebene: Eisenoxid, Oxide Kristallsystem: Trigonal
Der Röthel wird hydrothermal gebildet. Er weist keine Kristalle auf. Die Farbe des Röthel ist stahlgrau, silbrig grau glänzend. Bei Verwitterung ändert sich das Aussehen des Röthel: Die Optik verändert sich, denn Röthel beginnt nach einiger Zeit anzulaufen, vor allem in der naturbelassenen Form der Mineralien. Mit der Zeit zeigt der Röthel im Verlauf der Verwitterung eine rotbraune Farbe.
Es gibt weltweit Fundorte von Röthel, mit unterschiedlich großen Vorkommen. Der Abbau von Röthel erfolgt hauptsächlich in: Russland, Brasilien, USA. Jedoch gibt es unzählige weitere Fundorte ( Beinahe 10.000 Fundorte sind bekannt): Ägypten, Afghanistan, Chile, China, Deutschland, Dominikanische Republik, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Madagaskar, Marokko, Mexiko, Namibia, Neuseeland, Norwegen, Pakistan, Peru, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Tansania, Tschechien, Türkei - Um nur einige Beispiele zu nennen. Obwohl Röthel praktisch auf der ganzen Welt zu finden ist, ist der Abbau der Vorkommen nicht an jedem Fundort sinnvoll bzw. von wirtschaftlicher Bedeutung. Röthel wurde sogar in Mineralien vom Meeresboden gefunden. Sehr interessant ist, dass zwei Sonden auf dem Mars ebenfalls Röthel entdeckten, was als Nachweis von Wasservorkommen auf dem Planeten gewertet wird.
Der heute gebräuchliche Namen für den Röthel ist Hämatit.
Der heute gebräuchliche Namen für den Röthel ist Hämatit.
Röthel wird leider immer öfter gefälscht. Schmuckstücke aus sogenanntem Hämatin (rekonstruierter Röthel) sind optisch nicht von Röthel zu unterscheiden. Bei Hämatin handelt sich aber nur um verarbeitetes Eisenoxidpulver bzw. um pulverisiertes und gesintertes Eisenoxid (Sintern ist ein technisches Verfahren, bei dem zumeist pulverige oder körnige Stoffe vermischt und durch Erhitzen miteinander verbunden werden, sozusagen eine Art "Backvorgang"). Leider wird Hämatin immer wieder als Röthel verkauft, obwohl eine Vorschrift existiert, dass Hämatin auch als solcher bezeichnet werden muss. In der Natur kommt eine Verbindung zwischen Magnetit und Röthel vor, die im Gegensatz zu Röthel, magnetisch ist, aber rein optisch kaum zu unterscheiden, ist lediglich etwas dunkler und körniger als reiner Röthel. Diese Mischverbindung der beiden Mineralien darf als Röthel bezeichnet werden, so dass ein kleiner Test auf magnetisches Verhalten angebracht ist, wenn man beim Kauf unsicher sein sollte. Eigenartiger Weise wird Röthel immer wieder mit Onyx verwechselt, so lange man nicht beide Steine nebeneinander liegen hat (Trommelsteine). Die Verwechslung mit Magnetit ist wiederum durchaus nachvollziehbar, da zumindest optische Ähnlichkeiten bestehen. Auch kommt es hin und wieder vor, dass manch dunkler Obsidian spontan für einen Röthel gehalten wird. Als Mineralien kann Röthel auch mit Bronzit verwechselt werden, da auf Grund der Verwitterung die Oberfläche in bräunliche Töne übergeht. Im antiken Griechenland wurden aus Röthel ganze Spiegelflächen poliert, um sich darin bewundern zu können. Der Röthel galt außerdem als Schutzstein gegen böses und als Stein, der entladende Wirkung haben soll. Im alten Ägypten wurde Röthel teils als Grabbeigabe benutzt, entweder als Rohstein oder als geschnittene Figur, wie z. B. als Skarabäus. Herzförmig geschnittener Röthel galt bei verschiedenen Völkern als besonders hochwertiger Glücksbringer und Schutzstein gegen Böses. Beliebt waren Figuren aus Röthel, mit denen Szenen der Götterwelt dargestellt wurden. Der Abbau von Röthel im Bergbau gilt als eine der ältesten Bergbauaktivitäten der Menschheit. Röthel Pulver wurde in 80.000 Jahre alten Grabstätten entdeckt. Der älteste bekannte Untertageabbau in Europa befindet sich auf der griechischen Insel Thasos (ungefähr 15.000 v. Chr.). In Deutschland findet man ähnlich gelagerte Vorkommen im Schwarzwald, welche sich auf ungefähr 5.000 v. Chr. einordnen lassen.
In der Astrologie spielt der Röthel eine große Rolle. Röthel und Astrologie sind seit Jahrtausende eng miteinander verbunden. Sternzeichen, Horoskop, TierkreiszeichenRöthel wird den Sternzeichen Widder (21.03. – 20.04.) und Skorpion (24.10. – 22.11.) zugeordnet. Die Zuordnung von Edelsteinen zu Tierkreiszeichen in Horoskopen sorgt immer wieder für Verwirrung, da so mancher Edelstein in dem einen Horoskop einem bestimmten Sternzeichen zugeordnet wird, in einem anderen Horoskop aber nicht zum entsprechendem Tierkreiszeichen zugeordnet ist. Das hat einen einfachen Grund. Die Zuordnung einzelner Edelsteine zu Sternbildern ist eine sehr alte Lehre und damals (vor Jahrtausenden) verfügte die Menschheit noch nicht über die heutigen Handelsmöglichkeiten. Was bedeutete, dass regional unterschiedliche Zuordnungen zu den Sternbildern erfolgte. Die Menschen konnten einfach nur die in ihrer Region zur Verfügung stehenden Steine den Sternbildern, Sternzeichen zuordnen. Planeten, PlanetensteinRöthel wird den Planeten Mars und Pluto als Planetenstein zugeordnet. Die Zuordnung von Steinen zu bestimmten Planeten und Sternbildern hat seinen Ursprung im Indischen Horoskop das schon früh versuchte Edelsteinen bestimmten Planeten und Sternbildern zuzuordnen. Planetensteine finden aber auch immer öfters Zugang zu westlichen Horoskopen. Wobei der Ursprung der "eingepflegten" Planetensteine praktisch immer in der Jyotish (indisches Horoskop) stammt. Die Deutung der Planetensteine ist einerseits Jahrtausende alt und doch in der westlichen Welt noch sehr wenig verbreitet. Entsprechend schwer ist es auch seriöse Quellen zu finden. Geburtsstein, MonatssteinRöthel wird keinem Monat als Geburtsstein oder auch Monatsstein zugeordnet. Man beachte: Der Geburtsstein so wie auch der Monatsstein ist nicht identisch mit der Zuordnung zu den Tierkreiszeichen. Monatsstein und Geburtsstein werden dem Geburtsmonat zugeordnet.
Die Wirkung des Röthel gilt als das kraftgebende dunkle Gegenstücke zur Wirkung des Bergkristalls. Ein Stein dessen Wirkung demnach Lebensenergie, Durchsetzungsvermögen und Standvermögen in allen Dingen des Alltages und auch bei gesundheitlichen Problemen im allgemeinen geben soll. Die Wirkung des Röthel entsteht auf mentaler Ebene einerseits durch seinen Spiegelglanz, deshalb ist Sichtkontakt während der Anwendung sinnvoll, andererseits ist der Mineralische Aufbau, unter anderem der hohe Eisenanteil im Röthel, eine gute mentale Hilfe. MeditationIn der Meditation wird der Röthel so gut wie gar nicht angewendet. Der Röthel ist als Stein zu dominant und wirkt daher bei der Meditation eher störend. Darüber hinaus irritiert viele Menschen das anthrazitfarbene Schwarz des Röthel vor und auch während der Meditation. Es soll aber auch Menschen geben, die gerade die Kraft des Röthel während der Meditation nutzen können. Dieses scheint aber nur wenigen Menschen zu gelingen und deshalb ist der Röthel nur selten bei Meditationen zu finden. SteinkreisIn Steinkreisen ist der Röthel selten zu finden. Als sehr kräftiger Stein stört der Röthel oft im Steinkreis. Gezielt eingesetzt kann der Röthel aber auch im Steinkreis ein zuverlässlicher Helfer sein. Wirkung und Anwendung zur körperliche UnterstützungInsbesondere gilt die Wirkung des Röthel als positiv für das Blut. Beginnend bei der Wirkung auf die Durchblutung, den stabilisierenden Einfluss bei Blutdrucksproblemen bis hin zu der Wirkung auf die einzelnen Bestandteile des Blutes und auch Eisenmangelerscheinungen, sollen positiv durch die Anwendung von Röthel beeinflusst werden. Bei Nasenbluten soll die Wirkung des Röthel in den Nacken gelegt verschiedentlich als recht gute Anwendung zum Stoppen dieses unangenehmen Zustandes dienlich sein. Röthel sollte auf der Haut getragen werden, so lange Unterstützung erforderlich ist. Achtung: Röthel sollte aber nie auf offenen Wunden oder Infektionen zur Anwendung kommen. Edelsteinwasser, Essenz, ElixierRöthelwasser Edelsteinwasser, Essenz, Elixier aus Röthel ist unter anderem auf Grund des hohen Eisen Anteiles nicht zu empfehlen. Bitte beachten SieRöthel sollte ab und zu gereinigt werden. Auf Röthel, der auf der Haut getragen wird, setzen sich unweigerlich Hautfett, Schmutzpartikelchen, Reste von Cremes und ähnliches ab. Es empfiehlt sich deshalb hin und wieder eine Reinigung mit handwarmem Wasser (bitte ohne Zusätze wie Seife oder andere Reinigungsmittel). Sollte man kalkfreies Wasser, wie ganz sauberes Regenwasser zur Verfügung haben, empfiehlt sich die Reinigung hiermit, damit keine Kalkablagerung erfolgt. Achtung: Auf Grund des hohen Eisenanteils im Röthel muss der Röthel nach der Reinigung unbedingt getrocknet werden. Ein trockenes Tuch ist dabei der optimale Helfer. Keinesfalls darf der Röthel nach der Reinigung geföhnt werden. (Gefahr sich daran zu verbrennen). Aus der Überlieferung heraus, traditionell, sollte man seinen Röthel auch ab und zu ein kleines Sonnenbad (nicht mittags, sondern morgens oder abends) gönnen, damit der Röthel sich „ausruhen“ bzw. wieder mit Energie aufladen kann, um Ihnen bestmögliche Unterstützung zu geben.
Arzt, HeilpraktikerEdelsteine sind kein Ersatz für den Gang zum Fachmann (z.B. Arzt, Heilpraktiker usw.). Bitte konsultieren Sie im Krankheitsfall den Fachmann Ihres Vertrauens. Nach der Steinheilkunde* sollen uns Edelsteine zur zusätzlichen Unterstützung dienen, die uns Mutter Natur als Ergänzung gerne zur Verfügung stellt, ersetzen aber in keinem Fall den Arztbesuch.
7. Mythen, Sagen, Magie, Rieten, Zauberei, Okkultismus
Neben dem Einsatz in der Steinheilkunde und der klassischen Verwendung als durchaus gediegener Schmuckstein, aus dem sehr schöne zeitlos elegante Schmuckstücke gearbeitet werden, bildet Röthel in pulverisierter Form den Grundstoff für verschiedene Farben oder Poliermittel. Es heißt, Röthel sei auch in den silbrig glänzenden Körperfarben für Artisten enthalten. Bei verschiedenen Naturvölkern wird Röthel als Pulver zur Körperpflege verwendet. In der Vergangenheit galt dieses Pulver als gutes Mittel zum Stillen von Blutungen. Röthelpulver kommt als gepresste Stifte auch in der Malkunst zum Einsatz. Beim Korrosionsschutz wird Röthel in Form von feinen Teilchen beim Schutzanstrich von bestimmten Stahlteilen im Freien mit verarbeitet, zum Beispiel bei Brückenkonstruktionen, so dass ein Schutz von über 20 Jahren bestehen kann.
Beim Schleifen des Röthel färbt sich das Schleifwasser aufgrund des hohen eisenhaltigen Anteiles blutrot, was auch zu dem Namen Blutstein geführt hat. Ringe mit Röthel sollten vor der Hausarbeit abgenommen werden, da Röthel den Kontakt mit diversen Reinigungsmitteln zum Teil mit dem Verlust seines Glanzes bestraft. Das Reinigen im Ultraschallbad wird von Fachleuten nur mit größter Vorsicht und auf kleinster Stufe durchgeführt. Beim Fassen lassen ist zu bedenken, dass er große Hitze ebenfalls nicht verkraften kann, da er bereits bei geringer Hitze seinen Glanz verlieren kann. Beim tragen von Röthel Schmuck sollte an den hohen Eisenanteil im Röthel gedacht werden. Der hohe Eisenanteil im Röthel in Verbindung mit Salz (Körperschweiß), führt zu einer Korrosion, der Röthel rostet. Dies kann auf Kleidungsstücken durch aus Rostflecken verursachen. Die Heilwirkung des Röthel wird dadurch aber nicht beeinträchtigt.
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