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1. ChemieChemische Zusammensetzung: Cu4H4[(OH)8|Si4O10] · n H2O Härte, Mohshärte: 2 - 4 Dichte:
1,90 - 2,20
Transparenz: durchscheinend bis undurchsichtig Spaltbarkeit: nicht vorhanden Mineralebene: Silikat Kristallsystem: Amorph
Der Grünerz ist von sekundärer Entstehung. Grünerz wird zu den Leitmineralien von Oxidationszonen der Kupfererzlagerstätten. Das bedeutet, Grünerz ist ein Hinweis von Kupfergehalt im Gestein. Grünerz existiert in mehreren Varianten der Farbe Blau mit unterschiedlichem Aussehen: Grünlich, bläuliches Grün, Türkis, sehr selten Blau oder Braun bis hin zu Schwarz. Teils mit dunklen oder hellen Stellen durchsetzt. Von der Optik her zeigt er oftmals ein Glänzen, das an das Aussehen von Glas erinnert oder an das Aussehen von Wachs. Grundsätzlich gilt auch für den Grünerz: Das Aussehen in der Optik und wie die Farbe zur Geltung kommt ist grundsätzlich abhängig von der Form, ob es sich zum Beispiel um Trommelsteine oder Mineralien handelt.
Es gibt einige Fundorte von Grünerz, mit unterschiedlich großen Vorkommen. Abbau von Grünerz erfolgt hauptsächlich in: USA, Peru, Namibia. Jedoch gibt es weitere Fundorte von Grünerz Vorkommen, zum Beispiel: Australien, Deutschland und Russland. Da Grünerz bei Kupfererzlagerstätten seine Vorkommen hat, spricht man von zwischen 2.500 bis 2.700 Fundorten von Grünerz weltweit. Obwohl Grünerz Vorkommen an verschiedenen Fundorten existieren, ist der Abbau der Vorkommen nicht an jedem Fundort sinnvoll bzw. von wirtschaftlicher Bedeutung. Entscheidend für den Abbau der Vorkommen an den verschiedenen Fundorten sind unter anderem Faktoren wie Qualität und Größe der Vorkommen, aber auch Lage der Fundorte und die Umweltbedingungen der Vorkommen. Eine besondere Variante des Grünerz, der Eilath-Stein, hat seine Vorkommen bzw. Fundorte in Israel, Mexiko und Peru.
Der Name Grünerz hat seinen Ursprung im Bergbau.
Für Grünerz existieren mehrere andere Namen, Synonyme und Handelsnamen: Atlaserz, Chalkostaktit, Eilath-Stein, Grünspan, Katangit, Kieselkupfer, Kieselmalachit, Llanca, Malachitkiesel, Kupferkiesel, Kupfergrün, Berggrün, Dillenburgit, Kupferhydrophan, Liparit, Resanit, Spanischgrün, Traversoit. Bei diesen anderen Namen , Synonymen und Handelsnamen für Grünerz handelt es sich in vielen Fällen um Begriffe, die früher für Mineralien verwendet wurden und ihren Ursprung im Bergbau haben. Diese Namen, Synonyme und Handelsnamen sind unterschiedlich im Gebrauch und zum Teil veraltet, aber nach wie vor existent und die Kenntnis darüber für die richtige Zuordnung zum Beispiel für die Steinkunde oder der Mineralien sehr wichtig. Der andere Namen Eilath-Stein wird für eine Mischung aus Grünerz mit ein wenig Malachit und Türkis verwendet. Der Name Eilath-Stein ist nach wie vor in Gebrauch, aber nur für diese Variante des Grünerz, die in Israel, Mexiko und Peru abgebaut wird.
Die Möglichkeiten der Grünerz Fälschungen sind vielfältig. Gängig sind Fälschungen des Grünerz durch das Färben anderer Mineralien. Ein derartiger Betrug durch so eine Fälschung oder Imitation ist in der Regel nur durch Fachleute festzustellen. Verwechslungen von Grünerz sind durchaus möglich, je nach Farbe und Form ( Trommelsteine oder Mineralien). Bei Grünerz kommt es häufig zur Verwechslung mit Türkis. Aber auch Verwechslungen von Grünerz mit Azurit-Malachit oder sogar Malachit, wenn dieser nicht seine typische Bänderung aufweist, sind nicht selten. Eine exakte Bestimmung ist auch hier in der Regel nur durch Fachleute möglich. Über die Geschichte von Grünerz existieren widersprüchliche Aussagen hinsichtlich der Nutzung von Grünerz in der Antike als Flussmittel beim Löten bzw. als Lötmittel. Einerseits sei dies nicht nur mit Grünerz, sondern mit mehreren Kupfermineralien so gehandhabt worden, andererseits würde sich aber das Kristallwasser des Grünerz bei der Hitze verflüchtigen und dadurch lediglich schwarzes Oxyd übrig bleiben, das nicht fließtauglich ist. Ein Gemisch aus Grünerz, Malachit und Türkis wird als Eilath-Stein bezeichnet. Eilath-Stein wird unter anderem in Israel abgebaut und soll schon in König Salomons Minen gefördert worden sein.
In der Astrologie spielt der Grünerz keine gewichtige Rolle. Sternzeichen, Horoskop, TierkreiszeichenVerschiedentlich wird Grünerz den Sternzeichen Wassermann (02.01. – 19.02.), Stier (21.04. – 20.05.), Waage (24.09. – 23.10.) und Schütze (23.11. – 21.12.) zugeordnet. Die Zuordnung von Edelsteinen zu Tierkreiszeichen in Horoskopen sorgt immer wieder für Verwirrung, da so mancher Edelstein in dem einen Horoskop einem bestimmten Sternzeichen zugeordnet wird, in einem anderen Horoskop aber nicht zum entsprechendem Tierkreiszeichen zugeordnet ist. Das hat einen einfachen Grund. Die Zuordnung einzelner Edelsteine zu Sternbildern ist eine sehr alte Lehre und damals (vor Jahrtausenden) verfügte die Menschheit noch nicht über die heutigen Handelsmöglichkeiten. Was bedeutete, dass Regional unterschiedliche Zuordnungen zu den Sternbildern erfolgte. Die Menschen konnten einfach nur die in ihrer Region zur Verfügung stehenden Steine den Sternbildern, Sternzeichen zuordnen. Planeten, PlanetensteinGrünerz wird als Planetenstein keinem Planeten zugeordnet. Die Zuordnung von Steinen zu bestimmten Planeten und Sternbildern hat seinen Ursprung im Indischen Horoskop das schon früh versuchte Edelsteinen bestimmten Planeten und Sternbildern zuzuordnen. Planetensteine finden aber auch immer öfters Zugang zu westlichen Horoskopen. Wobei der Ursprung der "eingepflegten" Planetensteine praktisch immer in der Jyotish (indisches Horoskop) stammt. Die Deutung der Planetensteine ist einerseits Jahrtausende alt und doch in der westlichen Welt noch sehr wenig verbreitet. Entsprechend schwer ist es auch seriöse Quellen zu finden. Geburtsstein, MonatssteinGrünerz wird keinem Monat als Geburtsstein oder auch Monatsstein zugeordnet. Man beachte: Der Geburtsstein so wie auch der Monatsstein ist nicht identisch mit der Zuordnung zu den Tierkreiszeichen. Monatsstein und Geburtsstein werden dem Geburtsmonat zugeordnet.
Die Wirkung des Grünerz soll uns helfen in jeglicher Situation den Überblick und klare Gedankenstrukturen zu behalten, außerdem soll Grünerz bei der Anwendung in Stresssituationen beruhigen. Die Wirkung des Grünerz auf mentaler Ebene setzt entweder Sichtkontakt voraus oder kann auch durch Auflegen auf die Stirn erzielt werden. Dieser Umstand ist bei der Anwendung unbedingt zu berücksichtigen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Die Wirkung des Grünerz ist auf die Dauer gut fühlbar, wenn eine gewisse Regelmäßigkeit der Anwendung eingehalten wird. MeditationSehr vereinzelt wird der Grünerz für die Meditation verwendet. Ein direkter Meditationsstein ist der Grünerz aber nicht. Die Wirkung des Grünerz ist bevorzugt für andere Anwendungen zu erachten. Sollte man sich aber für Grünerz als seinen ständigen Begleiter aus der Steinkunde entschieden haben, zum Beispiel als Trommelstein, den man bei sich trägt, ist davon auszugehen, dass er keine Behinderung bei einer Meditation darstellt, wenn er auch bei dieser bei sich getragen wird. SteinkreisIn Steinkreisen findet man Grünerz nur selten. Grünerz ist in seiner Art und Wirkung für andere Anwendungen als sinnvoller zu erachten. Wirkung und Anwendung zur körperliche UnterstützungInsbesondere gilt die Wirkung des Grünerz unterstützend gegen Halsschmerzen. Von guten Erfahrungen wird bei der Anwendung von Grünerz berichtet, um eine raschere Heilung von Brandwunden zu erzielen. Diese unterstützende Wirkung des Grünerz bei der Behandlung ist in der Regel verhältnismäßig rasch zu beobachten. Grünerz sollte zur Anwendung deshalb nicht länger als nötig getragen werden. Der Grünerz sollte bei der Behandlung für eine optimale Wirkung direkt am Körper (Hautkontakt) getragen bzw. angewendet werden. Bitte beachten Sie: Eine Anwendung von Grünerz auf einer frischen, offenen Brandwunde ist nicht empfehlenswert, sondern sollte erst erfolgen, wenn sich die Wunde schon geschlossen hat, wenn sich also bereits eine neue, zarte Haut gebildet hat. Die Wirkung des Grünerz ist als Stärkung für diese neue Haut zu verstehen, damit diese sich rascher stabilisiert. Bitte beachten Sie außerdem: Grünerz enthält einen relativ hohen Kupferanteil. Für Personen, welche auf Kupfer allergisch reagieren, ist eine Anwendung von Grünerz deshalb nicht empfehlenswert. Grünerz sollte bei der Anwendung in Hautkontakt getragen werden. Um einen Gewöhnungseffekt bei der körperlichen Anwendung zu verhindern, sollte Grünerz aber immer nur so lange als nötig zur Anwendung kommen, um eine optimale Wirkung des Grünerz zu erreichen. Wenn die gewünschte Wirkung des Grünerz erreicht ist, sollte die Anwendung beendet werden. Dies ist erforderlich, damit bei neuerlichem Bedarf, eine weitere Anwendung mit Grünerz ebenfalls erfolgversprechend bleibt, als unterstützende Behandlung aus der Steinkunde. Edelsteinwasser, Essenz, ElixierGrünerz hat nichts in Edelsteinwasser, Essenzen, oder Elixieren zu suchen. Der hohe Kupferanteil, der sich im Wasser lösen würde, wäre sehr gefährlich, wenn man dieses Wasser trinkt. Also Achtung! Grünerz hat nichts in Trinkwasser zu suchen. Grünerz gehört auch N I C H T in die Hände von Kleinkindern, da die Gefahr besteht, dass kleine Kinder Grünerz in den Mund stecken, weil er an ein "leuchtend bläuliches Bonbon" erinnert ! Anmerkung des Karrer Edelstein Teams: Lieber Edelsteinfreund, auch wir wissen, dass Grünerz von manchen "Wunderheilern, Geschäftemachern, oder einfach Unwissenden oder Unkundigen, zum einlegen in Wasser empfohlen wird. Von dieser, leider immer noch weit verbreiteten Meinung wollen wir uns ausdrücklich distanzieren. Grünerz gibt im Wasser sein Kupfer ab, und dabei ist es unserer Meinung nach, egal ob "viel" oder "wenig". Dabei ist es egal ob man "wenig" oder "viel" vergiftet wird. Vergiftung ist Vergiftung und schädlich für unsere Gesundheit. Da der Kupferanteil im Grünerz erheblich schwanken kann ist seine Wirkung nicht abzuschätzen. Wenn dann so mancher behauptet, die Mengen seien so gering da könne nichts passieren, ist unsere Meinung: Wenn der Grünerz nur so kurz in Wasser eingelegt wird, dass wirklich nichts passieren kann, dann kann man sich diese Art der Anwendung auch gleich sparen. Auch wir wissen, dass Gifte, oder für den Körper schädliche Stoffe, oft in geringen Mengen eingesetzt werden um den Körper zu "ermuntern" sich dagegen zu Wappnen. (z.B. bei Impfungen oder gegen Allergien). Das hat auch absolut seine Berechtigung, nur beim Grünerz schwankt der Anteil gefährlicher Stoffe so stark, dass niemand das richtige Verhältnis abschätzen kann und damit auch nicht die Konzentration im Edelsteinwasser. Wie wir aus zahlreichen Kundenkontakten wissen, stehen wir glücklicherweise mit unserer Meinung nicht alleine. Wenn auch Sie lieber Edelsteinfreund der Meinung sind, dass Kupfer nichts in Wasser zu suchen hat, das getrunken werden soll, dann helfen Sie ihren Freunden, Kollegen und Bekannten und empfehlen Sie unser Edelstein Portal weiter, dass endlich solches gefährliches Halbwissen richtig gestellt wird. Klicken Sie hier. Grünerz sollte ab und zu gereinigt werden. Auf Grünerz , der auf der Haut getragen wird, setzen sich unweigerlich Hautfett, Schmutzpartikelchen, Reste von Cremes und ähnliches ab. Es empfiehlt sich deshalb hin und wieder eine Reinigung mit handwarmem Wasser (bitte ohne Zusätze wie Seife oder andere Reinigungsmittel). Sollte man kalkfreies Wasser, wie ganz sauberes Regenwasser zur Verfügung haben, empfiehlt sich die Reinigung hiermit, damit keine Kalkablagerung erfolgt. Achtung: Nach der Reinigung muss der Grünerz sehr sorgfältig getrocknet werden. Parfümierte Tücher sind dafür aber ungeeignet. Ebenso gefährlich ist die Unsitte seinen Grünerz zu föhnen. Er kann zerspringen. Am einfachsten nimmt man ein trockenes Tuch, das nicht mit Weichspüler behandelt wurde und tupft den Grünerz ab. Das ist die einfachste, beste und preiswerteste Möglichkeit, die Wirkung des Grünerz lange zu erhalten. Aus der Überlieferung heraus, traditionell, sollte man seinen Grünerz auch ab und zu ein kleines Sonnenbad (nicht mittags, sondern morgens oder abends) gönnen, damit der Grünerz sich „ausruhen“ bzw. wieder mit Energie aufladen kann, um Ihnen bestmögliche Unterstützung zu geben.
Arzt, HeilpraktikerEdelsteine sind kein Ersatz für den Gang zum Fachmann (z.B. Arzt, Heilpraktiker usw.). Bitte konsultieren Sie im Krankheitsfall den Fachmann Ihres Vertrauens. Nach der Steinheilkunde* sollen uns Edelsteine zur zusätzlichen Unterstützung dienen, die uns Mutter Natur als Ergänzung gerne zur Verfügung stellt, ersetzen aber in keinem Fall den Arztbesuch. Wir weisen nochmals darauf hin, dass die in der Steinheilkunde beschriebenen Wirkungen von Mineralien, Edelsteinen umgangssprachlich als Heilsteine bezeichnet, weder wissenschaftlich noch medizinisch nachgewiesen oder anerkannt sind. Die beschriebenen Wirkungen wie auch Anwendungen stellen nicht die Meinung der Autoren, oder von Karrer Edelsteine dar und stellen lediglich einen Teil des Lexikons eines Steines dar. Entsprechend stellen die Beschreibungen von Wirkungen wie auch Anwendungen von Steinen kein Heilversprechen gemäß (HWG) dar.
7. Mythen, Sagen, Magie, Rieten, Zauberei, Okkultismus
Neben seinem Einsatz in der Steinkunde ist Grünerz überaus beliebt bei Sammlern von Mineralien und als Schmuckstein, da Grünerz auf Grund seiner intensiven Farben mit Schattierungen Auge und Herz erfreut. Je nach Größe der Grünerz Vorkommen wird er auch als Kupfererz abgebaut, was aber die Seltenheit ist. Wegen seiner durchaus giftigen Eigenschaften als Kupfermineral findet er auch Verwendung im Schiffbau als Zusatz in Unterwasseranstrichen (Anti-Fouling).
Grünerz ist porös und reagiert empfindlich auf starke Hitze (auch Haarföhn und Trockenhaube), plötzliche Temperaturschwankungen (heißes Wasser/Schnee) und verschiedene Chemikalien, auch auf Kosmetika. Ebenso ist darauf zu achten, dass man nicht an harte Kanten damit anschlägt, da dies zu Rissen und zum Abplatzen ganzer Teile des Grünerz führen kann. Ringe sollten grundsätzlich vor der Hausarbeit abgelegt werden. Durch intensiven Hautkontakt (Salz im Schweiß) kann er mit der Zeit seinen Glanz verlieren, was aber nicht seine Wirkung in der Steinkunde beeinträchtigt. In Chalcedon Mineralien finden sich zum Teil Einschlüsse aus Grünerz.
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