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1. ChemieChemische Zusammensetzung: Fe3O4 + Al, Mg, Cr, Ni, Co Härte, Mohshärte: 5,5 - 6,5 Dichte: 5,2
Transparenz: undurchsichtig Spaltbarkeit: schlecht spaltbar Mineralebene: Oxide Kristallsystem: Kubisch
Der Magneteisen wird liquidmagmatisch gebildet. Magneteisen existiert in mehreren Farben von Grau- bis Schwarztönen mit unterschiedlichem Aussehen: Anthrazit (Steinkohlefarben), Schiefergrau, Schwarz, zum Teil mit hellen Linien durchsetzt. In der Optik weist Magneteisen auf glatten Flächen einen metallischen Glanz auf. Grundsätzlich gilt auch für Magneteisen: Das Aussehen in der Optik und wie die Farbe zur Geltung kommt ist grundsätzlich abhängig von der Form, ob es sich zum Beispiel um Trommelsteine oder Mineralien handelt. Bei facettiert gearbeiteten Steinen spielt beim Aussehen und der Optik auch die Schliffart eine Rolle, wobei dies keine typische Verarbeitungsart für Magneteisen ist.
Es gibt viele Fundorte von Magneteisen, mit unterschiedlich großen Vorkommen. Industrieller Abbau von Magneteisen erfolgt hauptsächlich in: Schweden, Russland, Kanada, und der Ukraine. Jedoch gibt es weitere Fundorte von Magneteisen Vorkommen, zum Beispiel: Australien, Deutschland, Indien, Italien, Mexiko, Norwegen, Südafrika und den USA. Obwohl Magneteisen Vorkommen an verschiedenen Fundorten existieren, ist der Abbau der Vorkommen nicht an jedem Fundort sinnvoll bzw. von wirtschaftlicher Bedeutung. Entscheidend für den Abbau der Vorkommen an den verschiedenen Fundorten sind unter anderem Faktoren wie Qualität und Größe der Vorkommen, aber auch Lage der Fundorte und die Umweltbedingungen der Vorkommen.
Der Name Magneteisen wird immer seltener verwendet. Heute spricht man meistens von Magnetit. Über die Namensherkunft von Magnetit existieren verschiedene Informationen: Die Namensherkunft könnte ihren Ursprung im Griechischen haben, in Ableitung aus dem Wort magnetes. Ebenso könnte die Namensherkunft ihren Ursprung im Lateinischen haben, in Ableitung aus dem Wort magnes. Die Namensbedeutung wäre bei bei den Informationen sinngemäß die gleiche: Stein der magnetisch ist oder Magnetstein, betreffend die Anziehungskraft für Eisen (Magnetismus). Die Namensherkunft könnte ihren Ursprung aber auch in Ableitung der thessalischen Landschaft Magnesia haben. Möglich wäre aber auch die Namensherkunft durch Plinius (römischer Schriftsteller und Gelehrter der Antike). Bei ihm ist zu lesen, dass ein Hirte namens Magnes die Wirkung des Magnetit als erster erkannte.
Für Magneteisen existieren mehrere andere Namen, Synonyme und Handelsnamen: Ferroferrit, Herachon, Magnet, Magneteisenerz, Magneteisenstein, Magnetstein, Segelstein, Seglerstein, Sideritis, Eisenoxiduloxid. Der andere Name Magneteisenstein ist immer noch gelegentlich in Gebrauch. Es ist davon auszugehen, dass alle weiteren Synonyme und Handelsnamen für Magneteisen, welche den Zusatz Magnet im Namen führen, auf die gleiche Namensherkunft und Namensbedeutung zurück gehen, wie der Name Magneteisen selbst. Ebenso ist davon auszugehen, dass der Begriff Eisen in den anderen Namen, Synonymen und Handelsnamen darauf zurück zu führen ist, dass Magneteisen Eisen enthält bzw. ein Eisenoxid ist. Die Namensherkunft und Namensbedeutung der anderen Namen Segelstein und Seglerstein, ist wohl darin begründet, dass Magneteisen bis heute in der Form von Magnetpigmenten immer noch zur Herstellung von Kompassen verwendet wird. Diese anderen Namen, Synonyme und Handelsnamen sind unterschiedlich im Gebrauch und zum Teil veraltet, aber nach wie vor existent und die Kenntnis darüber für die richtige Zuordnung zum Beispiel für die Steinkunde oder der Mineralien sehr wichtig.
Die Möglichkeit, an Fälschungen
von Magneteisen
zu geraten, ist eher
selten. Es sind weder synthetische Imitationen,
noch andere Arten von Fälschungen, wie zum
Beispiel durch färben, brennen,
rekonstruieren oder bestrahlen
bekannt. Lediglich bei der Verarbeitung als Cabochon, werden oftmals Imitationen
aus magnetisiertem Eisen als Magneteisen ausgegeben. Ein derartiger Betrug durch so eine Fälschung
oder Imitation ist in der Regel nur durch
Fachleute festzustellen. Verwechslungen von Magneteisen sind durchaus möglich. Optisch kann Magneteisen mit Hämatit, manchmal mit Onyx oder Obsidian verwechselt werden. Eine exakte Bestimmung ist auch hier in der Regel nur durch Fachleute möglich. Vom Namen her wird gelegentlich Magneteisen mit Magnesit verwechselt (es bestehen aber keinerlei Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten von Magneteisen mit Magnesit). Diese Verwechslung ist durch einfaches Betrachten sofort aus der Welt zu schaffen, ein Unterschied wie "Tag und Nacht": Magnesit ist im Grundton weiß und Magneteisen dunkel, nahezu schwarz. In der Geschichte und Historie des Magneteisen soll die Entdeckung der magnetischen Eigenschaften des Magneteisen bereits im antiken Griechenland erfolgt sein und bereits damals auch zu Experimenten in der Steinkunde motiviert haben. Bei Plinius (römischer Schriftsteller und Gelehrter der Antike) ist zu lesen, ein Hirte namens Magnes habe die magnetischen Eigenschaften des Magneteisen entdeckt, als die eiserne Spitze seines Hirtenstabes und die Nägel in seinen Schuhen am Boden haften blieben. Es heißt, im chinesischen Raum, sei die Nutzung der magnetischen Eigenschaft des Magneteisen bereits seit dem 11. Jahrhundert vor Christus überliefert. In der Astrologie spielt der Magneteisen keine Rolle. Sternzeichen, Horoskop, TierkreiszeichenEine Zuordnung als Partner von Sternzeichen ist Magneteisen unüblich. Die Zuordnung von Edelsteinen zu Tierkreiszeichen in Horoskopen sorgt immer wieder für Verwirrung, da so mancher Edelstein in dem einen Horoskop einem bestimmten Sternzeichen zugeordnet wird, in einem anderen Horoskop aber nicht zum entsprechendem Tierkreiszeichen zugeordnet ist. Das hat einen einfachen Grund. Die Zuordnung einzelner Edelsteine zu Sternbildern ist eine sehr alte Lehre und damals (vor Jahrtausenden) verfügte die Menschheit noch nicht über die heutigen Handelsmöglichkeiten. Was bedeutete, dass Regional unterschiedliche Zuordnungen zu den Sternbildern erfolgte. Die Menschen konnten einfach nur die in ihrer Region zur Verfügung stehenden Steine den Sternbildern, Sternzeichen zuordnen. Planeten, PlanetensteinMagneteisen wird keinem Planeten als Planetenstein zugeordnet. Die Zuordnung von Steinen zu bestimmten Planeten und Sternbildern hat seinen Ursprung im Indischen Horoskop das schon früh versuchte Edelsteinen bestimmten Planeten und Sternbildern zuzuordnen. Planetensteine finden aber auch immer öfters Zugang zu westlichen Horoskopen. Wobei der Ursprung der "eingepflegten" Planetensteine praktisch immer in der Jyotish (indisches Horoskop) stammt. Die Deutung der Planetensteine ist einerseits Jahrtausende alt und doch in der westlichen Welt noch sehr wenig verbreitet. Entsprechend schwer ist es auch seriöse Quellen zu finden. Geburtsstein, MonatssteinMagneteisen wird keinem Monat als Geburtsstein oder auch Monatsstein zugeordnet. Man beachte: Der Geburtsstein so wie auch der Monatsstein ist nicht identisch mit der Zuordnung zu den Tierkreiszeichen. Monatsstein und Geburtsstein werden dem Geburtsmonat zugeordnet.
Die Wirkung des Magneteisen bei einer Anwendung auf seelisch,
geistiger, mentaler Ebene, soll helfen Ordnung in ein eventuelles
Gedankenchaos zu bringen. Es heißt, eine Anwendung
von Magneteisen im Rahmen einer unterstützenden Behandlung, fördere die
Eigenschaft, Prioritäten zu setzen.
Ebenso gilt die Wirkung von Magneteisen bei einer Anwendung auf seelisch,
geistiger, mentaler Ebene hilfreich, um
zukunftsorientiertes Denken
fördern. Um die Wirkung von Magneteisen zur Unterstützung aus seelisch,
geistiger, mentaler Ebene zu erfahren, hat sich verschiedentlich mehrmaliges
Auflegen auf die Stirn als positiv erwiesen, wenn diese Anwendung von Magneteisen
mit einer gewissen Regelmäßigkeit, aber im Einzelnen nicht zu lange, erfolgt
(besser öfter kürzer, als weniger und langandauernd). Andererseits hat sich
aber auch das bloße bei sich Tragen von Magneteisen als unterstützende Anwendung
als erfolgreich gezeigt, um eine Wirkung des Magneteisen zu erfahren. Es kommt sehr auf die individuellen Empfindungen des Einzelnen an, was Dauer und
Anwendung von Magneteisen im Rahmen einer unterstützenden Behandlung mit Magneteisen
anbelangt.
MeditationMagneteisen wird in der Regel nicht für die Meditation verwendet. Magneteisen ist kein direkter Meditationsstein. Die Wirkung von Magneteisen ist bevorzugt für andere Anwendungen zu erachten. Sollte man sich aber für Magneteisen als seinen ständigen Begleiter aus der Steinkunde entschieden haben, zum Beispiel als Trommelstein, den man bei sich trägt, ist davon auszugehen, dass er keine Behinderung bei einer Meditation darstellt, wenn er auch bei dieser bei sich getragen wird. SteinkreisIn Steinkreisen findet der Magneteisen nur allmählich Verwendung. Letztlich ist Magneteisen zwar für die Anwendung im Steinkreis geeignet, wird aber meist für andere Arten der Anwendung eingesetzt. Der Steinkreis ist keine klassische Art der Anwendung von Magneteisen. Wirkung und Anwendung zur körperliche UnterstützungInsbesondere gilt die Wirkung des Magneteisen bei der Anwendung zur körperlichen Unterstützung als allgemein körperlich anregend und aktivierend. Gleichzeitig wird bei einer Anwendung von Magneteisen im Rahmen einer unterstützenden Behandlung die Wirkung von Magneteisen oftmals als harmonisierend erfahren. Um eine nachhaltige Wirkung bei einer Anwendung von Magneteisen zur körperlichen Unterstützung zu erreichen ist die Anwendung in Hautkontakt notwendig. Es heißt, durch Auflegen von Magneteisen auf die Stirn, wird durch die Wirkung des Magneteisen, der Energiefluss im Körper angeregt. Magneteisen sollte bei der Anwendung auf unterstützungsbedürftige Körperregionen aufgelegt werden. Verschiedentlich hat sich gezeigt, dass bei der Anwendung von Magneteisen sich die Wirkung durch mehrmaliges, regelmäßiges, kürzeres Auflegen besser entfaltet, als bei länger andauerndem Auflegen von Magneteisen. Das heißt, eine Anwendung von Magneteisen durch Auflegen sollte nie zu lange dauern. Besser scheint es, Magneteisen öfter auf betroffene Körperregionen aufzulegen, dafür aber immer nur für kürzere Zeit. Wenn man die Dauer des einzelnen Auflegens von Magneteisen steigern möchte, ist es empfehlenswert dies mit einer langsamen Zeitsteigerung, vorsichtig zu versuchen. Es kommt trotzdem sehr auf die individuellen Empfindungen des Einzelnen an, was Dauer und Anwendung von Magneteisen im Rahmen einer unterstützenden Behandlung mit Magneteisen anbelangt. Edelsteinwasser, Essenz, ElixierMagneteisenwasser Edelsteinwasser, Essenz, Elixier aus Magneteisen ist nicht zu empfehlen. Bitte beachten SieMagneteisen sollen ab und zu gereinigt werden. Auf Steinen, die auf der Haut getragen werden, setzen sich unweigerlich Hautfett, Schmutzpartikelchen, Reste von Cremes und ähnliches ab. Es empfiehlt sich deshalb hin und wieder eine Reinigung mit handwarmem Wasser (bitte ohne Zusätze wie Seife oder andere Reinigungsmittel). Sollte man kalkfreies Wasser, wie ganz sauberes Regenwasser zur Verfügung haben, empfiehlt sich die Reinigung hiermit, damit keine Kalkablagerung erfolgt. Achtung: Auf Grund des hohen Eisenanteils im Magneteisen muss der Stein nach der Reinigung unbedingt getrocknet werden. Ein trockenes Tuch ist dabei der optimale Helfer. Keinesfalls darf der Magneteisen nach der Reinigung geföhnt werden. Auf grund der hohen Temperatur kann der Stein reißen. In seltenen Fällen sogar direkt platzen (Verletzungsgefahr). Aus der Überlieferung heraus, traditionell, sollte man
seinen Magneteisen auch ab und zu ein kleines Sonnenbad (nicht mittags, sondern
morgens oder abends) gönnen, damit der Magneteisen sich „ausruhen“ bzw. wieder
mit Energie aufladen kann, um Ihnen bestmögliche Unterstützung zu geben.
Arzt, HeilpraktikerEdelsteine sind kein Ersatz für den Gang zum Fachmann (z.B. Arzt, Heilpraktiker usw.). Bitte konsultieren Sie im Krankheitsfall den Fachmann Ihres Vertrauens. Nach der Steinheilkunde* sollen uns Edelsteine zur zusätzlichen Unterstützung dienen, die uns Mutter Natur als Ergänzung gerne zur Verfügung stellt, ersetzen aber in keinem Fall den Arztbesuch. Wir weisen nochmals darauf hin, dass die in der Steinheilkunde beschriebenen Wirkungen von Mineralien, Edelsteinen umgangssprachlich als Heilsteine bezeichnet, weder wissenschaftlich noch medizinisch nachgewiesen oder anerkannt sind. Die beschriebenen Wirkungen wie auch Anwendungen stellen nicht die Meinung der Autoren, oder von Karrer Edelsteine dar und stellen lediglich einen Teil des Lexikons eines Steines dar. Entsprechend stellen die Beschreibungen von Wirkungen wie auch Anwendungen von Steinen kein Heilversprechen gemäß (HWG) dar.
7. Mythen, Sagen, Magie, Rieten, Zauberei, Okkultismus
Magneteisen enthält über 70 % Eisen und findet deshalb Verwendung bei der Eisengewinnung. Magneteisen hat als Eisenerz für die Industrie einen hohen Stellenwert. Weitere Verwendung in der Technik findet Magneteisen zum Beispiel als Pigment, unter anderem in Lacken und beim Bau von Kompassen. In der Natur findet Magneteisen Verwendung bei verschiedenen Tieren (zum Beispiel Bienen) und bestimmten Bakterien, die sich durch Magneteisen im Erdmagnetfeld orientieren.
Aufgrund der magnetischen Eigenschaften und der Schmelzbarkeit von Magneteisen wurde in jüngster Zeit ein sehr interessantes Verfahren in der Medizintechnik entwickelt. Verschiedene Medikamente gelangen zum Teil im Körper bei der Einnahme von Kapseln nicht konkret an den gewünschten Einsatzort, weil sich die Kapsel bereits im Magen auflöst und den Inhalt freisetzt, obwohl der Einsatzzweck eigentlich zum Beispiel erst im Darmbereich erfolgen soll. Man hat deshalb, vereinfacht ausgedrückt, bestimmte Medikamentenkapseln mit einem ganz kleinen, unscheinbaren Magneteisenring versehen und mittels Sonde auf dem Weg durch den Körper verfolgt, bzw. gelenkt. Am Einsatzort angekommen wird dann mittels Zufuhr von Wärme der Magneteisenring zum Schmelzen gebracht. Die Kapsel kann sich somit am konkreten Einsatzort auflösen und die Wirkstoffe genau dort freisetzen, wo es erforderlich ist. Magneteisen zählt aus den geschichtlichen Überlieferungen heraus zu den wichtigen Heilsteinen in der Steinkunde und hat auf Grund seiner Eigenschaften auch in der heutigen Zeit seine feste Position in der Steinheilkunde.
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