|
Zur Hauptseite Alabaster zurück
Alabaster Chemie - Expertenwissen
1. Alabaster Chemie1.1 Chemische FormelDie Chemische Formel des Alabaster: CaSO4 2H2O +Al, Fe, C
1.2 Härte, MohshärteDie Härte, Mohshärte des Alabaster = 1,5 - 2 Die Mohshärte ist eine Einheit, welche die einfache Bestimmung der Härte eines Steines ermöglicht. Sie ist zurückzuführen auf eine Skala, welche von dem Harzer Friedrich Mohs im 19.Jahrhundert aufgestellt wurde. Die Härteskala geht von 1 - 10.
1.3 Dichte, Spezifisches GewichtDie Dichte des Alabaster liegt zwischen 2,3 g/cm3 - 2,33 g/cm3 Die Dichte eines Körpers ist das Verhältnis seines Volumen zu seiner Masse. Bei Mineralien wird die Dichte in Gramm pro Kubikzentimeter angegeben.
1.4 TransparenzDie Transparenz des Alabaster ist durchscheinend bis durchsichtig. Das Wort Transparenz kommt aus dem Lateinischen trans = durch und parere = zeigen. Unter Transparenz bei Edelsteinen und Mineralien versteht man die Eigenschaft Lichtdurchlässig zu sein. Dieses kann bei Mineralien von Undurchsichtig bis Durchsichtig sein. Eine genaue Definition der Begriffe gibt es leider nicht. Deshalb muss man die Begriffe wie z.B. "leicht durchscheinend" entsprechend interpretieren. Gerade für den Laien ist die Angabe der Transparenz eines Steines aber ein einfaches und leicht verständliches Kriterium in der Bestimmung seiner Steine.
1.5 Spaltbarkeit, BruchEine Spaltbarkeit des Alabaster ist vollkommen. Der Bruch ist Muschelförmig. Hier spricht man auch von Muschelig. Spaltbarkeit ist die Neigung der Mineralien an ihren Parallelen Kristallstrukturen (Kristallgitter) zu brechen, sich abspalten. Bruch ist das Verhalten von Mineralien bei Druckeinwirkung, oder Schläge, keine glatten Flächen Abzuspalten, eben nur zu brechen, oder zu bröseln.
1.6 Mineralebene, MineralklasseDer Alabaster gehört zur Mineralebene, Mineralklasse: der Sulfate.
1.7 KristallsystemDas Kristallsystem: des Alabaster ist monoklin prismatisch. Wir unterscheiden zwischen verschiedenen Kristallsystemen, welche durch die Anordnung der Achsen zu unterscheiden sind. Die Achsen sind maßgeblich für die Anordnung der Atome. Auf jeder Achse liegen Atome, und je nach dem wie die Achsen liegen, und wie viele vorhanden sind, liegen auch die Atome. Vereinfacht kann man sagen, dass auf jedes Achsenende eine Fläche kommt. Somit entsteht die Form des Kristalls.
1.8 StrichfarbeDie Strichfarbe des Alabaster ist Weiß. Unter der Strichfarbe verstehen Mineralogen den Farbabrieb eines Minerals auf einer speziell definierten Porzellanoberfläche (relativ raue und unglasierte Oberfläche). Das zu bestimmende Mineral wird dabei mit Druck über die Porzellanfläche gezogen. Das dabei entstehende Pulver, beziehungsweise dessen Farbe ist die Strichfarbe. Achtung: Die Strichfarbe kann durch aus erheblich von der eigentlichen Farbe des Minerals abweichen. Das Verfahren der Strichfarbe wird hauptsächlich beim Unterscheiden, optisch sehr ähnlicher Mineralien angewendet, da eben die Strichfarbe nicht identisch mit der Farbe des Minerals ist. Die Bestimmung der Strichfarbe ist ein sehr einfaches Verfahren um ähnliche Mineralien unterscheiden zu können. Für den Laien ist es aber oft schwierig den Abrieb richtig zu deuten. Daher gilt der alte Grundsatz: Die Übung macht den Meister. Nur durch regelmäßige Übung kann ein Mineral über die Strichfarbe unterschieden werden. Achtung: Alleine über die Strichfarbe ist ein Mineral nicht zu definieren. Weiter sollte bedacht werden, dass die Ermittlung der Strichfarbe nur eines von vielen Maßnahmen ist, um ein Mineral zu bestimmen. Die Strichfarbe sollte daher immer nur ein Teil der Bestimmung sein.
1.9 Lichtbrechung, Brechzahl, DispersionDie Lichtbrechungszahl (Brechzahl) des Alabaster ist α=1,519-1,521 β=1,522-1,523 γ=1,529-1,53 Brechzahl, Lichtbrechung ist die Eigenschaft eines Objektes das Licht zu brechen. Ein einfaches Beispiel der Lichtbrechung: Nehmen sie einen geraden Stab und halten sie ihn bis zur Hälfte unter Wasser. Ab der Wasseroberfläche scheint sich der Stab zu "Krümmen". Die Lichtbrechung hat in der Mineralienbestimmung einen hohen Stellenwert. Der Laie dagegen hat, alleine schon aus Kostengründen, nur wenig mit der Messung der Lichtbrechung zu tun. Das Wissen der Brechzahl, kann dagegen sehr nützlich sein.
1.10 DoppelbrechungDer Alabaster besitzt eine Doppelbrechung zweiachsig positiv Δ = 0,0090 - 0,0100 Als Doppelbrechung wird die Eigenschaft bezeichnet, einen Lichtstrahl in zwei parallele Lichtstrahlen aufzuteilen. Die Doppelbrechung wurde 1669 von dem Dänen Erasmus Bartholin (1625 - 1698) erstmals beim Calcit entdeckt und dokumentiert. Ermittelt wird eine Doppelbrechung durch ein Polarisationsmikroskop.
1.11 Fluoreszenz, Phosphoreszenz, LumineszenzDer Alabaster zeigt keine Fluoreszenz. Phosphoreszenz ist nicht zu beobachten. Fluoreszenz ist die charakteristische Leuchterscheinung z. B. bei Mineralien nach der Bestrahlung mit Röntgen oder Lichtstrahlen. Manch einer Spricht bei der Fluoreszenz auch von "kaltem Leuchten". Aber Achtung: Unter kaltem Leuchten versteht man auch die Phosphoreszenz. Der Unterschied liegt darin, dass die Fluoreszenz sofort nach der Wegnahme der Strahlenquelle erlischt. Bei der Phosphoreszenz dagegen bleibt der Effekt über einen längeren Zeitraum erhalten. (Phosphorszierende Punkte auf Armbanduhren). Dann gibt es noch die Lumineszenz. Bei Lumineszenz handelt es sich um ein kurzes Nachleuchten. Die Lumineszenz liegt quasi zwischen der Fluoreszenz und der Phosphoreszenz.
1.12 Pleochroismus, Dichroismus, TrichroismusDer Alabaster besitzt keinen Pleochroismus. Der Name Pleochroismus stammt aus dem Griechischem und bedeutet so viel wie mehr Farben. Pleon = Mehr und Chroma = Farbe). Mineralogen verwenden den Begriff Pleochroismus um eine Art Farbenwechsel eines Minerales zu beschreiben. Durch drehen des Minerals verändert der Stein seine Farbe, seine Farbtiefe. Diese Farbveränderung ist aber entscheidend von der Wellenlänge der Lichtquelle abhängig z.B. Kunstlicht oder Tageslicht. Pleochroismus kann bei Durchsichtigen wie auch undurchsichtigen Mineralien auftreten. Die extremste Form des Pleochroismus kann dazu führen, dass ein Mineral aus der einen Betrachtungsrichtung völlig undurchsichtig ist und aus der anderen stark durchscheinend ist. Wichtig ist der Pleochroismus bei der Mineralienbestimmung und der Weiterverarbeitung. Besonders wichtig ist der Pleochroismus für den Edelsteinschleifer, der seinen Schliff nach dem Pleochroismus, Farbtiefe richten muss um das optimale Ergebnis zu erzielen. Gemessen wird der Pleochroismus mit einem Dichroskop, auch Haidingerlupe genannt, nach seinem Erfinder Wilhelm Karl Ritter von Haidinger (1795 - 1871). Man kann sich das Dichroskop wie ein mini Fernrohr vorstellen. Auf einer Seite befindet sich eine Linse (durch die man hindurchblickt), die andere Seite (vor der das zu prüfende Mineral kommt) ist offen. In der Mitte des "Fernrohres" ist ein Calcit eingesetzt welcher den Lichtstrahl in zwei parallele Lichtstrahlen teilt (Doppelbrechung). Die Lichtstrahlen des zu beurteilenden Minerales müssen den Calcit Passieren und die dabei auftretenden Farben werden zur Bezeichnung des Pleochroismus herangezogen. Das zu prüfende Mineral muss dabei in Position und Richtung verändert werden (drehen). Der Pleochroismus ist eine weitere Methode die bei der Mineralienbestimmung verwendet wird. Alleine durch die Messung des Pleochroismus ist ein Mineral aber nicht zu bestimmen. Für den Laien ist die Bestimmung des Pleochroismus nur mit viel Übung aussagekräftig.
1.13 MagnetismusDer Alabaster weist keinen natürlichen Magnetismus auf. Der Magnetismus des Alabaster ist auch nicht nachträglich, künstlich zu erzeugen.
1.14 RadioaktivitätDer Alabaster weist keine natürliche Radioaktivität auf. Das Wort Radioaktivität kommt aus dem Lateinischen Radius = Strahl.
2. Farbe und FarbgebungDie Farbe des Alabaster geht von milchig Weiß über blasses Gelb bis zu hellem Braun. Seltener ist ein leichter Grauton zu beobachten.
3. Gefahrenhinweise und WarnhinweiseBeim Hantieren von Alabaster muss mit der entsprechenden Sorgfalt und Umsicht vorgegangen werden. (Bruchgefahr)
Viele weitere Informationen, rund um den Alabaster, finden Sie auf der Hauptseite:Zur Hauptseite Alabaster zurück
|
|
|
Hat Ihnen die Seite gefallen, dann empfehlen sie uns doch per E-Mail weiter. Ein Klick genügt. * Das Karrer Edelsteinportal versteht sich als „Lexikon“, mit dem Ziel, möglichst alle Belange rund um den edlen Stein zusammen zu tragen. Dazu zählen knallharte Fakten, ebenso wie Mythen, Riten oder Legenden, sowie auch die Anwendung in der sogenannten Steinheilkunde. Wir weisen darauf hin, dass die in der Steinheilkunde beschriebenen Wirkungen und Anwendungen von Mineralien, Edelsteinen, umgangssprachlich als Heilsteine bezeichnet, weder wissenschaftlich noch medizinisch nachgewiesen oder anerkannt sind. Die beschriebenen Wirkungen wie auch Anwendungen stellen nicht die Meinung der Autoren, oder von Karrer Edelsteine dar und stellen lediglich einen Teil des Lexikons eines Steines dar. Entsprechend stellen die Beschreibungen von Wirkungen wie auch Anwendungen von Steinen kein Heilversprechen gemäß (HWG) dar. Oft handelt es sich lediglich um Erfahrungswerte oder Überlieferungen, teils mit Jahrtausendealter Tradition. Das Karrer Edelsteinportal ist hierbei um neutrale Darstellung bemüht; das heißt ohne Bewertung, chronologisch und systematisch zusammen zu stellen. Der einzelne Leser entscheidet letztlich selbst, die Informationen für sich persönlich anzuwenden, bzw. dem Thema an sich einen persönlichen Stellenwert einzuräumen. Trotzdem bitten wir um Beachtung einer wichtigen Ausnahme: Sofern wir in bestimmten Anwendungen eine direkte Gefahr für die Gesundheit sehen, weisen wir darauf hin, kennzeichnen dieses aber als unsere persönliche Meinung. Wir erachten die Leser des Karrer Edelsteinportal als ausreichend mündig, um das für sie wichtige Wissen zu erkennen und Scharlatanerie auf diesem Gebiet entsprechend einzuordnen. Datenschutzerklärung: Verwendung von Facebook-Plugins Auf diesen Internetseiten werden Plugins des sozialen Netzwerkes facebook.com verwendet, das von der Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA betrieben wird ("Facebook"). Wenn Sie mit einen solchen Plugin versehene Internetseiten unserer Internetpräsenz aufrufen, wird eine Verbindung zu den Facebook-Servern hergestellt und dabei das Plugin durch Mitteilung an Ihren Browser auf der Internetseite dargestellt. Hierdurch wird an den Facebook-Server übermittelt, welche unserer Internetseiten Sie besucht haben. Sind Sie dabei als Mitglied bei Facebook eingeloggt, ordnet Facebook diese Information Ihrem persönlichen Facebook-Benutzerkonto zu. Bei der Nutzung der Plugin-Funktionen (z.B. Anklicken des „Gefällt mir"-Buttons, Abgabe eines Kommentars) werden auch diese Informationen Ihrem Facebook-Konto zugeordnet, was Sie nur durch Ausloggen vor Nutzung des Plugins verhindern können. Nähere Informationen zur Erhebung und Nutzung der Daten durch Facebook, über Ihre diesbezüglichen Rechte und Möglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre finden Sie in den Datenschutzhinweisen von Facebook. Karrer Edelsteine ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon Europe S.à.r.l. und Partner des Werbeprogramms, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden können. Senden Sie Fragen oder Kommentaren zu dieser
Website an E-Mail
|